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Veröffentlicht 21. Januar 2022

Bleib beibringen – Das solltest du wissen!

  • Training
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Wie bringe ich meinem Hund eigentlich bei, zu bleiben? In manchen Alltagssituationen ist es nötig, dass dein Hund im Sitz, Platz oder auch Steh bleibt und seine Position hält. So können beispielsweise Untersuchungen beim Tierarzt besser durchgeführt werden oder eine einfache Unterhaltung auf der Straße geführt werden, ohne, dass dein Hund an der Leine zieht, einfach seine eigenen Wege geht o.Ä.

Bleib als Kommando oder als Voraussetzung?

Das Kommando “Bleib”, wird immer noch gerne einem “Sitz” oder “Platz” hinterhergeworfen, was daran liegt, dass viele Hundehalter ihre Kommandos gar nicht auflösen. Dein Hund entscheidet dann, wann er die „Sitz“ oder „Platz“ Position verlässt. Somit hast du kein gesichertes und generalisiertes Verhalten und die Kommandos Sitz und Platz sind für deinen Hund sehr schwache Signale, die er willkürlich nicht mehr ausführen muss, sobald ihm der Sinn danach steht. Tatsächlich, sorgt ein schwaches Signal für eine schlechtere Kommunikation zwischen dir und deinem Hund. Dein Hund wird es nicht verstehen, dass du ihn plötzlich korrigierst, weil er aufgestanden ist, weil er in so vielen Situationen immer selber entscheiden konnte, wann er aufsteht. Das sorgt für Stress und Unsicherheit bei deinem Hund – deine Rolle als verlässlicher Bindungspartner verschlechtert sich!

Werden die Signale jedoch konsequent eingefordert, auch unter Ablenkung trainiert und anschließen mit einem Signal aufgelöst, nimmt es deinem Hund den Stress selbst zu entscheiden, wann er seine Position verlässt. Zudem lernt dein Hund, dass er sich auf dein Wort verlassen kann und alles gut ist, solange er seine Position hält. Das sorgt für Entspannung und eine gute Mensch-Hund-Bindung.

Wann sollte ich ein Kommando nennen und wann auflösen?

Es ist wichtig, dass du im Alltag bewusst mit Kommandos und Signalen umgehst.

Überlege dir vorher: “Ist es gerade wichtig, dass mein Hund Platz macht? Oder ist es mir egal, ob er neben mir sitzt, liegt oder steht? Habe ich den Willen und ein Mittel, das Verhalten einzufordern, wenn mein Hund es nicht zeigt?”

Um dir den Umgang mit Kommandos zu erleichtern, haben wir folgende Tipps für dich:

  • Im Zusammenleben mit deinem Hund, gibt es einen Anteil von ca. 5-10 %, wo es Sinn ergibt ein Kommando zu nennen z.B. beim Tierarzt, im Straßenverkehr, in Konfliktsituationen und im Training.
  • Der Hundesport ist ein anderer Bereich, der durch die Durchführung von Kommandos geprägt ist. Achte hier auf einen Ausgleich nach dem Training!
  • Dein Hund ist kein konditionierter Roboter und du kannst auch ohne Kommandos mit ihm kommunizieren. Nutze die gesamte Bandbreite seiner sozialen Fähigkeiten.
  • Hast du ein Kommando genannt, welches dir plötzlich nicht mehr wichtig erscheint oder du glaubst, dass dein Hund seine Position gleich eh verlässt, dann löse es vorher durch ein Auflösesignal wieder auf.

Möchtest du deine Kommandos weiter festigen und lernen, wie du ein Kommando richtig auflöst? Dann lade dir unsere App herunter und starte noch heute mit dem Training 🐶.

Von:

author
Sarah MertesZertifizierter Trainer