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Veröffentlicht 22. März 2021

Wie gewöhne ich meinem Welpen das Beißen ab?

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Eine der wohl häufigsten Fragen, die frische Hundehalter uns in unserem Chat derzeit stellen. Die kleinen spitzen Welpenzähne sehen nämlich nicht nur niedlich aus, sondern können auch ganz schön weh tun und so manches paar Lieblingsschuhe unsanft als Kauknochen missbrauchen. Doch keine Sorge, wir von Pupy retten eure Hände und Schuhe und erklären euch Schritt für Schritt, wie dein Hund die sogenannte Beißhemmung erlernt und nennen dir die Top 4 Kaualternativen zu Schuhen und Holztischen!

Beißhemmung im Spiel

Sicherlich ist dir schon mal aufgefallen, dass dein Hund anstatt Hände, seine Zähne im Spiel einsetzt. Da spricht auch erst einmal nichts dagegen. Dein Hund möchte dich nicht boshaft beißen und hat meist auch nicht die Tollwut, wenn er im Spiel mal über die Stränge schlägt. Ganz im Gegenteil, für ihn bedeutetet das Ganze immer noch Spaß, selbst wenn der spitze Milchzahn gerade deinen Daumen skalpiert. Da wir Menschen aber tatsächlich kein dickes Fell und eine durchaus empfindlichere Haut haben als Hunde, müssen wir unserem neuen Familienmitglied zeigen, mit welcher Intensität sie mit uns spielen können.

Beobachtest du Welpen und Hunde untereinander kannst du schnell erkennen, dass auch sie sich gegenseitig in ihrem Eifer stoppen, indem sie das Spiel durch ein Abbruchsignal unterbrechen. Meist geschieht dies super schnell, du hörst ein kurzes Aufheulen, dann vielleicht ein drohendes Zähne zeigen oder kurzes Anrempeln oder in die Luft schnappen. Die Hunde unterbrechen das Spiel, schütteln manchmal kurz ihren Stress ab oder beschwichtigen einander. Dann geht es meist auch schon mit dem Spiel weiter, als wäre nichts gewesen. Genau dieses Verhalten können sie als Hundehalter ansatzweise imitieren.

Natürlich sollen sie jetzt nicht vor dem Spiegel üben ihre Zähne zu fletschen. Nein. Was sie imitieren sollen ist der kurze Schmerzlaut z.B. mit einem “Aua” und der Abbruch der Spielsequenz. Hat ihr Welpe also über die Stränge geschlagen, machen sie zunächst einen Schmerzlaut z.B. “Aua”, dann Unterbrechen sie das Spiel und wenden sich von ihrem Welpen ab. Ganz wichtig: Dein Welpe wird hier nicht auf den Boden gedrückt oder anderweitig körperlich bestraft. Es reicht, wenn du dich von deinem Welpen abwendest, aufstehst und ihn kurz nachdenken lässt, warum das Spiel so abrupt geendet hat. Nach 2-3 Minuten kannst du oder dein Welpe das Spiel von neuem Beginnen. Anders als wir Menschen sind Hunde nicht nachtragend und auch das sollten wir von ihnen lernen!

Wadenbeißer und dolle 5 Minuten

Ein weiteres häufiges Problem in der Welpenzeit sind die “Dollen 5 Minuten”. Dein Welpe rennt wie wild durch die Wohnung, beißt in Vorhänge, das Sofa und manchmal auch in deine Füße oder die Waden. Großes Aufregen erzeugt hier leider die gegenteilige Wirkung. Denn wenn du dich aufregst, kann diese Stimmung sich ganz schnell auf deinen Hund übertragen. Besser ist es, wenn du deinen Hund in einer solchen Situation mit Ruhe begegnest. Fange ihn in einem Moment in dem er auf dich zu kommt ab, Leine ihn ggf. und bringe ihn zu seinem Körbchen oder seiner Hundebox. Hast ihn auf seinen Platz geschickt, kann ein Kauknochen oder sehr langsames Streicheln dabei helfen, deinen Hund zu beruhigen. Generell empfiehlt sich in der ersten Zeit eine kurze Hausleine, die du am Geschirr deines Hundes befestigst (1 Meter und ohne Schlaufe). So vermeidest du ein ungewolltes Fangenspiel während dein Hund aufdreht. Trotzdem solltest du bedenken, dass kurze Renneinheiten, ohne das jemand oder etwas die Zähne deines Welpen zu spüren bekommt auch völlig in Ordnung sind und nicht immer unterbunden werden sollten.

Von Schuhbeißern und Möbelliebhabern

Auch geliebte Kleidungsstücke und Teile der Inneneinrichtung können deinem zahnendem Welpen zu Opfer fallen. Hier gilt es, eine Alternative zu schaffen. Biete deinem Hund während des Zahnwechsels genügend Möglichkeiten zum Kauen an und lasse deine Lieblingsschuhe in dieser Zeit besser vor der Haustür oder im Schuhschrank stehen.

4 geeignete Kauartikel während des Zahnwechsels:

Von:

author
Sarah MertesZertifizierter Trainer